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Barfen – den Hund mit rohem Fleisch artgerecht füttern

Die gesunde Ernährung des geliebten Vierbeiners liegt jedem Hundebesitzer am Herzen. Denn das Futter hat einen sehr großen Einfluss auf das Wohlbefinden des Tieres – zu wenig Energie macht den Hund kraftlos und krank, aber auch eine zu große Futtermenge und die falsche Hundeernährung sind ungesund. In den letzten Jahren kam im Zusammenhang mit der artgerechten und tiergesunden Fütterung verstärkt das Barfen auf, was sich zum regelrechten Trend entwickelt hat. Hinter dem Begriff verbirgt sich als Hauptbestandteil der Nahrung rohes Fleisch, das durch Gemüse, Obst und Kräuter ergänzt wird. Diese Form der Fütterung basiert auf umfassendem Wissen über den Hund und seine Bedürfnisse und erfordert Disziplin. Warum das Barfen so beliebt ist, welche Vor- und Nachteile es gibt und was Sie beachten müssen, lesen Sie hier.

Der Ursprung von BARF liegt im Wolf

Wer auf das Barfen setzt, besinnt sich auf die wilden Wurzeln des Hundes, die im Wolf liegen. Zu seinen natürlichen Bedürfnissen zählt rohes Fleisch – doch der Wolf frisst im Wald auch Wurzeln und Früchte. Ebenso gehört der Mageninhalt seiner Beutetiere und damit Kräuter und Gemüse zu seiner Nahrung. Ein reiner Fleischfresser ist deshalb weder der Wolf noch der Hund. Wenn Sie rohes Fleisch füttern und zusätzlich Obst, Gemüse und Kräuter anbieten, ermöglichen Sie Ihrem Vierbeiner eine Ernährung, wie sie von der Natur vorgesehen ist. Dabei ist es jedoch sehr wichtig, gut informiert zu sein und BARF gewissenhaft umzusetzen. Manche tierärztlichen Fachorganisationen stehen dem Barfen kritisch gegenüber, da die Gefahr einer Mangelernährung und Risiken durch die Rohfütterung, sowohl für den Hund, als auch für den Menschen bestehen könnten.

Wofür steht die Abkürzung BARF?

Born-again raw feeders (BARF) – wiedergeborene Rohfütterer, so bezeichnete die Kanadierin Debbie Tripp sich selbst und andere Hundebesitzer, die ihre Tiere mit rohem Fleisch, Knochen und Innereien ernährten. Dabei stand sie dem alternativen Konzept zu industriell hergestelltem Hundefutter zunächst selbst skeptisch gegenüber. Der australische Tierarzt Dr. Ian Billinghurst veröffentlichte seine Erkenntnisse über die Rohfütterung 1993 in seinem Buch „Give Your Dog A Bone“. In den 1990er Jahren wandelte sich die Abkürzung BARF zu bones and raw foods, was soviel wie Knochen und rohes Futter bedeutet. Im deutschen Sprachraum haben sich die beiden Bezeichnungen biologisch artgerechte Rohfütterung und biologisches artgerechtes rohes Futter durchgesetzt. BARF steht dabei sowohl für die Ernährungsmethode selbst als auch für die Menschen, die ihren Hund oder ihre Katze barfen. Mehr über BARF bei der Katze können Sie hier nachlesen.

Darum ist das Barfen so beliebt

Wenn der Mensch sich für gesunde Ernährung interessiert und auf ausreichend Abwechslung mit vielen frischen sowie regionalen Zutaten achtet, endet dieses Bewusstsein nicht am Futternapf des vierbeinigen Familienmitglieds. Barfen ist so beliebt, weil Haustierbesitzer die gesundheitsschädliche Wirkung von Zusätzen in industriell hergestelltem Hunde- und Katzenfutter wie zu viel Getreide und Zucker erkannt haben. BARF besinnt sich auf die ursprüngliche Ernährung zurück, die für Fleischfresser nun einmal rohes Fleisch als Hauptbestandteil des Futters vorsieht. Durch die Eröffnung von Ladengeschäften, die sich auf die Rohfütterung spezialisiert haben, wurde das Barfen immer mehr Menschen bekannt. Heute gibt es unter Hundehaltern auf der Straße und in Foren im Internet rege Diskussionen über die Hundeernährung, die Vor- und Nachteile von BARF und die richtige Umsetzung.

Was eignet sich zum Füttern und was nicht? So barfen Sie richtig.

Abwechslung auf dem Teller beziehungsweise im Futternapf ist beim Barfen äußerst wichtig. Wer sich für die alternative Fütterung entscheidet, dem steht eine große Auswahl an Fleisch, Knochen und Innereien zur Wahl, die dem Vierbeiner schmecken und gesund für ihn sind. Lassen Sie es beim Einstieg jedoch langsam angehen und steigen Sie nicht sofort komplett auf die Rohfütterung um. Da das Verdauungssystem des Hundes die neue Ernährungsform nicht gewohnt ist, bedarf es einer sanften Umstellung wie durch das Teilbarfen. Alles über die ersten Schritte mit BARF haben wir hier zusammengefasst. Als Hauptmahlzeit eignen sich Muskelfleisch, rohe Knochen und Innereien vom Rind. Achten Sie bei Knochen unbedingt darauf, dass diese fleischig sind. Kaninchen, Ziege, Lamm und Wild sollten ohne den Verdauungstrakt gefüttert werden, um eine parasitäre Belastung auszuschließen. Geflügel ist zum Barfen ideal, auf Fell, Euter oder Hoden sollte wegen des geringen Nährwerts jedoch verzichtet werden. Es spricht auch nichts dagegen, Fisch im Ganzen, als Filets und die Köpfe anzubieten. Reichen Sie dazu Blattgemüse, Karotten oder Zucchini, Bananen, Äpfel oder Erdbeeren sowie frische Kräuter. Eine umfangreiche Liste mit vielen verschiedenen Zutaten, die für das Barfen geeignet sind, finden Sie hier.

Naturavetal-Tipp

Bedenken Sie beim Barfen, dass Knochen splittern können und lassen Sie Ihr Tier niemals unbeaufsichtigt fressen! Erwärmte Knochen und Röhrenknochen stellen ein besonders hohes Risiko dar und sind für Hunde tabu! Neben rohen Erbsen, Bohnen, Linsen, Kartoffeln, Tomaten, grüner Paprika, Zwiebeln, Avocados und Auberginen sind auch Weintrauben, Rosinen, Physalis, Quitten und die Sternfrucht nicht für sie geeignet. Eine ausführliche Liste mit schädlichen Lebensmitteln haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

Welche Nachteile und Risiken gibt es?

Konsequentes und mit viel Hintergrundwissen durchgeführtes Barfen ist artgerecht und gesund für den Hund, denn damit ahmen Sie das natürliche Fressverhalten nach. Dennoch gibt es Nachteile und Risiken, die mit BARF verbunden sind. Ohne Kenntnisse über die Futtermittelkunde ist es schlicht unmöglich, den Hund gesund zu ernähren. Die Rücksprache mit einem Tierarzt, der auf Barfen spezialisiert ist, hilft dabei, einen Futterplan zu erstellen und die individuell geeigneten Rationen zu berechnen. Denn durch den hohen Fleischanteil besteht die Gefahr, dass ein Hund chronisch fehlernährt wird. Dabei kann zu viel Protein aufgenommen werden, das unverdaut im Darm für Blähungen und Durchfall sorgt. Auch Leber- und Nierenschädigungen können durch eine dauerhafte Überversorgung mit Eiweiß verursacht werden. Auch von einem zu hohen Knochenanteil kann ein Risiko ausgehen. Wenn Ihr Tier also organisch vorbelastet ist, sprechen Sie die Fütterung mit einem Therapeuten ab! Um Gefahren durch splitternde Knochen zu vermeiden, aber dennoch die Versorgung mit Kalzium sicherzustellen, sind Algenkalk und Bio-Eierschalen gute Alternativen. Die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist beim Barfen äußerst wichtig, deshalb haben wir von Naturavetal naturreines Canis Plus® Ergänzungsfutter für den Hund und Felins Plus® für die Katze entwickelt, das Sie für eine ausgewogene Fütterung mit BARF kombinieren können. Die Rohfütterung setzt zudem immer eine penible Hygiene voraus, um Gefahren durch Salmonellen und Keime für den Hund und den Menschen gleichermaßen auszuschließen.

Wir stehen Ihnen gerne mit umfassendem Rat zum artgerechten Barfen zur Seite. Sie erreichen uns montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 0662 – 264 264 0 oder per E-Mail: info@naturavetal.at.

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