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Mein Hund frisst Gras - was kann ich tun?

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Border Collie liegt im hohen Gras mit Gras im Maul: Naturavetal Ratgeber
„Mein Hund frisst Gras - was kann ich tun?“

Das Grasfressen beim Hund ist ein weit verbreitetes Phänomen, das wohl jedem Hundebesitzer bekannt ist. Jeder Hund frisst Gras – zumindest hin und wieder. Doch wann gehört das Grasfressen beim Hund zum normalen Hundeverhalten und wann deutet es auf tiefergehende Probleme hin, wenn der Hund Gras frisst?

In diesem Ratgeber klären wir über das Thema „Der Hund frisst Gras“ auf und stellen Ihnen mögliche Ursachen für das Grasfressen bei Hunden vor.

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Warum frisst mein Hund Gras? Die häufigsten Gründe und Ursachen

Dass Hunde hin und wieder Gras fressen ist völlig in Ordnung und noch kein Grund zur Sorge. Schon der Wolf hat immer mal wieder Gras gefressen, dem Hund liegt dieses Verhalten also sozusagen schon “in den Genen“.

Viele Welpen beobachten das Grasfressen bereits bei ihrer Mutter oder anderen erwachsenen Hunden, ahmen es nach und nehmen es auf diese Weise in ihr eigenes Repertoire auf. Manchmal dient das Grasfressen beim Hund der Beschäftigung und dem Zeitvertreib, in anderen Fällen dient es der Stresskompensation.

Es kommen jedoch noch viele weitere Ursachen für das Fressen von Gras bei Hunden in Frage, denn eine wissenschaftliche Erklärung für das Verhalten gibt es noch nicht.

Was sind die Gründe dafür, dass Hunde Gras fressen? 

Vermutlich sind es also verschiedene Faktoren, die dazu führen können, dass ein Hund Gras frisst und eventuell ist es auch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, das darüber entscheidet, ob das Grasfressen beim Hund ein Anzeichen für eine Erkrankung ist oder nicht. Zu den vermuteten Ursachen für das Grasfressen beim Hund zählen unter anderem:

  • Der Hund hat Hunger oder Durst.
  • Gras schmeckt dem Hund einfach gut.
  • Er frisst das Gras als “Selbstmedikation“ (diese ist im Tierreich keine Seltenheit – einige Tiere suchen sich instinktiv besondere Kräuter oder fressen Baumrinden, wenn sie beispielsweise unter Parasiten leiden).


Die Selbstmedikation könnte verschiedenen Zwecken dienen:

  • Der Hund möchte eventuell einen Nährstoffmangel, zum Beispiel an Vitaminen, Mineralstoffen oder Ballaststoffen ausgleichen.
  • Er möchte sich innerlich reinigen.
  • Ihm ist übel und er möchte sich erbrechen.
  • Er leidet unter Verdauungsproblemen und die enthaltenen Bitterstoffe helfen ihm bei Magenverstimmungen, Blähungen und anderen Problemen im Verdauungstrakt.
  • Er hat einen Fremdkörper verschluckt und möchte diesen gern erbrechen.


Neben den vermuteten ernährungsbedingten und physiologischen Gründen für das Fressen von Gras bei Hunden kommen auch psychologische Ursachen in Frage, die das unerwünschte Verhalten auslösen könnten. Dazu zählen unter anderem:

  • Übersprungshandlung – der Hund frisst Gras, weil er das Verhalten, das ihm eigentlich lieber wäre, nicht zeigen darf. Das Grasfressen dient hier der Kompensation.
  • Stress – der Hund baut durch die Futtersuche nach Gras und das Kauen auf Gräsern Stress ab.
  • Langeweile – Das Fressen von Gras kann ein Anzeichen von Langeweile bei Hunden sein.

Kann das Grasfressen auf Magen-Darm-Probleme oder andere Erkrankungen hinweisen? 

Es gibt eine Vielzahl möglicher Ursachen für das Grasfressen bei Hunden. Es lässt sich also nicht pauschal sagen, dass ein grasfressender Hund zwangsläufig Magen-Darm-Probleme hat oder unter einer anderen Erkrankung leidet. Daher ist es wichtig, genau zu beobachten, wann Ihr Hund Gras frisst, denn dadurch lässt sich das Problem genauer eingrenzen.

Am Ende dieses Artikels finden Sie eine Liste mit Fragen, als kleine Hilfestellung, für Ihre Besprechung mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker. Die Antworten auf diese Fragen können erste Hinweise darauf liefern, warum Ihr Hund Gras frisst.    

Canis Extra Mineralmoor für eine gesunde Verdauung 

Canis Extra Mineralmoor liefert verschiedene, wertvolle Nährstoffe wie Calcium, Magnesium oder Zink und enthält einen hohen Anteil an Huminsäuren. Huminsäuren können den Verdauungstrakt unterstützen, indem sie sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhäute legen, die dann für Reizungen, z.B. durch die Verdauungssäfte, weniger anfällig sein können. Sie sind in der Lage, verschiedene Giftstoffe zu binden, die dann über den Kot ausgeschieden werden. Als Transporter für verschiedene, wertvolle Nährstoffe sind sie zudem in der Lage, die Futterverwertung insgesamt zu fördern. Das kann positiven Einfluss auf das bekannte Gras- und Schmutzfressen bei Hunden haben.

Kann übermäßiges Grasfressen ein Zeichen für einen Nährstoffmangel beim Hund sein? 

Es gibt die Vermutung, dass Hunde Gras als „Selbstmedikation“ fressen, weil sie einen Nährstoffmangel, zum Beispiel an Vitaminen, Mineralstoffen oder Ballaststoffen, ausgleichen möchten.

Ein Nährstoffmangel beim Hund kann durch verschiedene Faktoren entstehen und muss nicht zwangsläufig mit seinem Futter zu tun haben –  es ist schon möglich, dass ein Futter den Hund nicht ausreichend versorgt, wenn es zum Beispiel nicht ausgewogen zusammengestellt ist, minderwertige Nebenerzeugnisse wie Krallen, Federn, Stängel oder Wurzeln enthält, hauptsächlich aus Getreide besteht oder wenn es ein spezielles Diätfutter ist, welches nur über einen bestimmten Zeitraum gefüttert werden soll. Auch ist es möglich, dass das Futter nicht zum individuellen Bedarf des Hundes passt, weil der Hund beispielsweise besonders sportlich ist oder sich in der Genesungsphase befindet. Vielleicht reagiert der Hund auch leicht unverträglich auf eine Futterzutat und setzt dadurch ständig weichen Kot ab oder er ist aufgrund einer Vorerkrankung auf eine spezielle Fütterung angewiesen. Sowas passiert häufig dann, wenn über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel auf Grund von Allergien, nur einseitig, zum Beispiel mit Pferd und Kartoffel, gefüttert werden kann und dabei keine zusätzlichen Nährstoffe ergänzt werden.

Was wir jedoch immer häufiger bei unseren Beratungen feststellen, ist, dass sehr oft physiologische Faktoren eine große Rolle spielen, wenn es um die Nährstoffversorgung des Hundes geht. Wenn der Verdauungstrakt zum Beispiel durch ein Antibiotikum, Schmerzmedikamente, Stress etc. gereizt ist, die Verdauungsorgane nicht richtig arbeiten können, Parasiten den Organismus belasten oder die Darmflora geschwächt ist, dann können die Nährstoffe aus dem Futter nicht richtig verwertet werden und es kann zu einer Mangelernährung des Hundes kommen.

Da es wissenschaftlich noch keine Erklärung für das Grasfressen bei Hunden gibt, liegt der Verdacht nah, dass, neben möglichen verhaltensbedingten und physiologischen Ursachen auch fütterungsbedingte Gründe eine Rolle spielen könnten. Wenn es dem Hund also darum gehen sollte, einen Mangel auszugleichen, dann müssten im Gras bestimmte Nährstoffe enthalten sein, die der Hund versucht aufzunehmen. An welche Nährstoffe gelangt der Hund also, wenn er Gras frisst und was ist eigentlich Gras genau?

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Was enthält Gras genau?

Botanisch betrachtet, gehören alle Pflanzen, die üblicherweise als Gras bezeichnet werden, zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Im Gras enthalten sind u.a. wasserlösliche Kohlenhydrate, also Zucker wie Stärke, Saccharose oder Fructane (letztere sind vielen Pferdebesitzern ein Begriff), Proteine (wie z.B. Albumine, Globuline, Gluteline, Prolamine), Rohfaser und Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Schwefel, Molybdän und Eisen. Chlorophyll, Bitterstoffe wie z.B. Cumarine und Kieselsäure sind ebenfalls, in der Regel, enthalten.

Wenn der Hund durch das Fressen von Gras also versuchen sollte, einen Nährstoffmangel zu decken, dann könnte es sein, dass es ihm an Nährstoffen wie Kalzium, Magnesium, Schwefel, Molybdän oder Eisen mangelt. Ebenfalls möglich wäre aber auch, dass der Hund sich über die wasserlöslichen Kohlenhydrate – also Zucker freut, weil eben auch unsere geliebten Hunde wahre “Naschkatzen“ sein können.

Naturavetal®-Tipp: Nährstoffe ergänzen mit Canis Extra Mineralmoor

Unser Canis Extra Mineralmoor enthält von Natur aus verschiedene Inhaltsstoffe wie Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium, Zink, Kupfer, Mangan, Chrom, Molybdän und Huminsäuren. Huminsäuren können die Abwehrleistung stärken in dem sie zur Regenration der Darmschleimhäute beitragen und damit eine gesunde Darmflora stabilisieren. Diese ermöglicht es dem Körper sich gegen Bakterien, Viren und andere schädliche Einflüsse von außen zur Wehr zu setzen.

Zudem könnten die enthaltenen Bitterstoffe, wie zum Beispiel Cumarine, eine Rolle spielen. Bitterstoffe können die Verdauung sehr vielseitig unterstützen – sie fördern unter anderem die Aktivierung der im Verdauungssystem befindlichen Schleimhäute, stabilisieren die Bildung von Gallenflüssigkeit und Magensaft und können zudem Leber und Bauchspeicheldrüse bei ihren Aufgaben unterstützen. (Wenn Sie mehr über wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe erfahren möchten, dann schauen Sie sich gern unseren Ratgeber-Artikel zu dem Thema an.)

Naturavetal®-Tipp: Bitterstoffe ergänzen mit Canis Extra Tausendgrün Bio-Kräuter für BARF

Canis Extra Tausendgrün Bio-Kräuter für BARF enthält viele wertvolle Kräuter, wie zum Beispiel Löwenzahn und Oreganum, die für ihren hohen Anteil an Bitterstoffen bekannt sind. Dazu runden u.a. Kamillenblüten, Artischockenkraut, Brennnesselkraut und Schwarze Johannisbeeren die reichhaltige Rezeptur ab. Die konzentrierten Bio-Kräuter sind wahre Kraftpakete und versorgen den Organismus mit wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Auch die enthaltenen Ballaststoffe könnten eine Rolle spielen. Ballaststoffe sind faserreiche Bestandteile von Pflanzen, die zwar nicht direkt verdaut werden können, aber der Darmflora als Futter dienen. Da die Darmflora wiederum für die Synthese verschiedener Stoffe, die allesamt eine essentielle Bedeutung für den Organismus haben, verantwortlich ist, ist es umso wichtiger, dass der Hund bei seiner täglichen Fütterung auch genug Ballaststoffe aufnimmt.

Naturavetal®-Tipp: Wertvolle Ballaststoffe ergänzen

Rohfaserreiche Ergänzungen wie Canis Extra Beerenkraft, Canis Extra Top-Fit Mix und Canis Extra Vit/Min-Vielfalt Flocken können das Futtervolumen erhöhen, die Darmperistaltik fördern und zudem wertvolle Nahrungsgrundlage der körpereigenen Darmflora darstellen. Das kann nicht nur positiven Einfluss auf das bekannte Grasfressen bei Hunden, sondern auch auf die Entleerung der Analdrüsen haben. Wenn Sie mehr über das Thema Analdrüsen beim Hund erfahren möchten, dann schauen Sie gern hier vorbei.

Ist Grasfressen gefährlich und ab wann ist das Verhalten bedenklich?

Viele Hundehalter empfinden es als ganz angenehm, wenn der Hund sich mit dem Grasfressen beschäftigen kann, wenn sie auf der Hunderunde beispielsweise Bekannte treffen, mit denen sie gern noch etwas quatschen möchten. Viele Hunde bauen durch das Grasfressen Stress ab und sind dadurch insgesamt entspannter auf der Hunderunde. Oberflächlich betrachtet könnte man also annehmen, dass man den Hund einfach Grasfressen lassen sollte, weil es bequemer ist, als den Hund ständig abzurufen. Zu beachten gilt hier aber folgendes: Egal ob der Hund sehr selten oder sehr oft Gras aufnimmt und unabhängig davon ob er dann viel oder wenig davon frisst – mit dem Grasfressen gehen Risiken einher, denen Sie sich als Hundebesitzer bewusst sein sollten. 

Das Fressen von Gras kann aus verschiedenen Gründen gefährlich für Ihren Hund sein

  • Das Gras könnte mit Eiern von Würmern oder anderen Parasiten wie Giardien kontaminiert sein – Ihr Hund könnte sich beim Grasfressen mit Parasiten infizieren. (Mehr Informationen zum Thema Giardien beim Hund erhalten Sie hier. Mehr Informationen über Würmer beim Hund erfahren Sie hier.)
  • Gräser an Straßen bekommen, insbesondere an Hauptverkehrswegen, viele Schadstoffe ab, die von Autos ausgestoßen werden – das können die Abgase aus dem Autoauspuff sein, kleinste Schmutzpartikel, zum Beispiel vom Abrieb der Reifen und natürlich auch Öl, Wischwasser und andere Flüssigkeiten, die aus Autos tropfen und dann durch Regenfälle von der Straße in die Grünstreifen gespült werden.
  • Gräser in Stadtparks, Kleingartenanlagen oder auch an landwirtschaftlich genutzten Flächen können mit Düngemitteln, Herbiziden oder Pestiziden kontaminiert sein.
  • Gräser können scharfkantig sein, insbesondere, wenn sie frisch gemäht wurden, zudem gibt es Gräser, die von Natur aus robust und scharfkantig sind. Für den Hund besteht also auch eine Verletzungsgefahr, wenn er die Gräser runterschlingt.
  • Hunde, die manisch Gras fressen, selektieren oft nicht mehr richtig, welche Grashalme sie fressen. Sie nehmen sie büschelweise und teilweise mitsamt der anhaftenden Erde auf. In einem Grasbüschel können aber auch Pflanzen wachsen, die für den Hund nicht so gut verträglich oder sogar giftig sind.
  • Wenn extrem viel Gras und Erde aufgenommen wird, kann das den Verdauungstrakt sehr strapazieren und im schlimmsten Fall einen Darmverschluss verursachen. (Ein Darmverschluss stellt einen medizinischen Notfall dar, der sofort tierärztlich behandelt werden muss!)
  • Unverdaute Grasreste können über den Kot ausgeschieden werden, dabei kann es vorkommen, dass ein Teil des Grashalmes schon ausgeschieden wurde, während der andere Teil noch weit im Darm steckt. Den Grashalm dann einfach rauszuziehen birgt, durch die Schnittgefahr, ein hohes Verletzungsrisiko für Darm und After.

Ab wann ist das Grasfressen des Hundes bedenklich?

Wie viel Gras ein Hund unbedenklich fressen kann, hängt von seiner Größe und natürlich auch davon ab, ob er magenempfindlich ist oder nicht. Bedenken sollten Sie auch, dass die Gefahr, dass der Hund sich beim Grasfressen mit Parasiten ansteckt oder andere Schadstoffe aufnimmt, auch dann besteht, wenn er nur wenige Grashalme frisst – völlig unbedenklich ist das Grasfressen beim Hund also nie. Unverdaute Gräser können sich im Verdauungstrakt ineinander verschlingen und dann einen Darmverschluss verursachen.

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Der Darmverschluss beim Hund 

Wenn der Darm beim Hund teilweise oder vollständig blockiert ist und Nahrung, Flüssigkeiten und Gas ihn nicht mehr normal passieren können, dann spricht man von einem Darmverschluss. Darmverschlüsse können durch Fremdkörper, Tumore, Entzündungen oder Verdrehungen des Darms verursacht werden. Die Symptome, die der Hund zeigt sind sehr unterschiedlich. Zu Beginn kann es zu Erbrechen, Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen kommen, im weiteren Verlauf können Dehydration und Apathie auftreten und der Hund kann einen lebensgefährlichen Schock erleiden. Bei einem Darmverschluss handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofort tierärztlich behandelt werden muss.

Welche Arten von Gras darf mein Hund fressen?

In der Regel bevorzugen Hunde saftige, süße Gräser und hier insbesondere die zarten und noch jungen Triebe. Manche Hunde sind aber in ihrem Verhalten so manisch, dass sie gar nicht mehr darauf achten, welches Gras und wie viel davon sie fressen. Diese Hunde nehmen viel Erde oder auch scharfkantige Gräser auf und wie Sie bereits erfahren haben, kann das aus verschiedenen Gründen gefährlich für Ihren Hund sein (Parasiten, Schnittverletzungen in Maul und Verdauungstrakt, Giftstoffe etc.). Wenn Sie Ihren Hund also Grasfressen lassen wollen, dann sollten Sie darauf achten, in welcher Umgebung das Grasfressen Ihres Hundes stattfindet und wie viel Gras er dann frisst.

Trotzdem gilt natürlich auch bei zarten Gräsern, bei denen die Verletzungsgefahr nicht so hoch ist: Sie wissen nicht, was Ihr Hund neben dem Gras noch aufnimmt, denn wenn der Hund Gras frisst, kann er Schadstoffe oder Parasiten aufnehmen.

Welche Pflanzen können noch gefährlich für Hunde sein, wenn sie sie fressen?

Verschiedene Pflanzen sind für Hunde schwer bekömmlich oder sogar giftig. Dazu zählen beispielsweise Efeu, Eibe, Maiglöckchen, Buchsbaum, Adlerfarn oder Blauregen. 

Besondere Vorsicht ist ebenfalls bei Pilzen geboten, denn auch wenn es ungefährliche Pilzarten gibt, einige von ihnen sind giftig für Hunde. Abhängig von der Körpergröße Ihres Hundes können schon kleine Mengen für starke Vergiftungserscheinungen verantwortlich sein. Besonders im Herbst haben Pilze Hochsaison (wobei auch andere Jahreszeiten bestimmte Pilzarten hervorbringen) und durch ihren meist angenehmen Geruch sind sie für Hunde nicht uninteressant. Da Pilze nicht nur in Wäldern, sondern auch auf Wiesen, versteckt zwischen verschiedenen Gräsern, wachsen, kann es vorkommen, dass ein Hund, der hier übereifrig Gras frisst, dabei aus Versehen Pilze frisst, die giftig für ihn sein können.

In unserem Ratgeber „Im Überblick: Giftige Lebensmittel für Hunde“ erfahren Sie mehr über Lebensmittel, die für Hunde giftig sein können.

Zwei Hunde auf der Wiese: Naturavetal Ratgeber "Mein Hund frisst Gras - was kann ich tun?"

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf das Grasfressen beim Hund? 

Grundsätzlich sollte ein Hundefutter immer natürlich und leicht verdaulich sein. Der Hersteller sollte es offen deklarieren und weder minderwertige tierische oder pflanzliche Nebenerzeugnisse wie Krallen, Federmehl, Blätter oder Stängel noch synthetische Vitamine oder Konservierungsstoffe verarbeiten, sondern ausschließlich hochwertige Zutaten, wie bei Canis Plus® der Fall. Synthetische Zusätze wie Konservierungsstoffe oder Vitamine, minderwertige Nebenerzeugnisse wie Krallen oder Blätter, versteckte Zucker und eine insgesamt nicht an den Bedarf des Hundes angepasste Zusammenstellung des Futters belasten den Stoffwechsel des Tieres, können den Verdauungstrakt reizen und insgesamt dazu beitragen, dass der Körper aus der Balance gerät, wodurch der Hund anfälliger für das Fressen von Gras werden kann.

Überdies ist es jedoch so, dass durch die Vielfalt der möglichen Ursachen für das Grasfressen beim Hund auch viele verschiedene Ansätze existieren, wie Sie Ihrem Hund das übermäßige Fressen von Gras abgewöhnen können. Unsere Erfahrung zeigt, dass es hier keine Generallösung gibt. Bevor Sie jedoch auf Verdacht zu einem Medikament greifen, raten wir dazu, erst eine Diagnose über Ihren Tierarzt oder Tierheilpraktiker stellen zu lassen. In der Zwischenzeit können Sie einen genaueren Blick auf die Fütterung Ihres Hundes werfen und natürliche Ansätze, wie zum Beispiel Canis Extra Mineralmoor oder Canis Extra Tausendgrün Bio-Kräuter für BARF ausprobieren, wenn Sie Ihrem Hund das Grasfressen abgewöhnen wollen. Manchmal müssen einfach verschiedene Ansätze ausprobiert und auch kombiniert werden, bis die optimale Lösung für den eigenen Hund gefunden ist und das fängt schon bei der Fütterung an.

Denn während der eine Hund besser mit einem kaltgepressten Trockenfutter zurechtkommt, benötigt der andere Hund ein Nassfutter und auch hier gibt es Unterschiede, die das Grasfressen beim Hund beeinflussen können. Der normal-aktive Hund sollte bei seiner Fütterung einen Fleischanteil von ca. 70%, zu 30% pflanzlichen Beilagen erhalten, so wie bei unseren Canis Plus® Komplett-Menüs der Fall. Ein Fleischanteil von 70% kann jedoch für empfindliche oder ältere Hunde zu hoch sein. Diese können mit Magen-Darm-Reizungen reagieren, die von Grasfressen begleitet sein können. In solchen Fällen können Sie entweder unsere Canis Plus® Komplett-Menüs anpassen, indem Sie für einen niedrigeren Fleischanteil unsere Canis Extra Top-Fit-Mix oder Vit/Min-Vielfalt Flocken ergänzen oder Sie stellen direkt auf unsere Canis Plus® Reinfleisch-Variationen um und füttern diese mit unseren Flocken sowie  einer natürlichen Calcium– und Ölquelle.

Naturavetal®-Tipp: Grasfressen und BARF

Das Füttern von rohem Fleisch, frischem Gemüse und Obst, abgerundet mit wertvollen Kräutern und weiteren natürlichen Ergänzungsfuttermitteln stellt eine wunderbare Form der artgerechten Hundefütterung dar. Wir stellen aber immer wieder fest, dass empfindliche Hunde, sobald der Fleischanteil bei BARF über einen längeren Zeitraum zu hoch angesetzt ist oder, wenn die Hunde langsam älter werden, Probleme mit der Verwertung von rohem Fleisch entwickeln und dann anfangen massiv Gras zu fressen. In diesen Fällen raten wir zu Folgendem:

  • Reduzieren Sie den Fleischanteil.
  • Stellen Sie auf leichter verdauliche Fleischquellen wie Huhn, Lamm oder Fisch um.
  • Stellen Sie auf gegartes Fleisch, z.B. unsere Reinfleisch-Dosen oder Fleisch-Rollen um.
  • Ergänzen Sie für 2-4 Wochen unser Canis Extra Mineralmoor, um den Verdauungsapparat Ihres Hundes zu unterstützen.

Was kann ich tun, wenn mein Hund Gras frisst und danach erbricht? 

Einige Hunde fressen Gras und erbrechen das Gras im Anschluss wieder. Wenn dies hin und wieder geschieht, Ihr Hund einfach nur Gras mit etwas Flüssigkeit erbricht und sein Allgemeinbefinden dabei gut ist, dann müssen Sie sich erstmal keine Gedanken machen. Geschieht dies aber regelmäßig oder Ihr Hund erbricht neben Gras auch ständig sein Futter, dann sollten Sie einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker zurate ziehen.

Wenn Sie Ihren Hund beim Grasfressen beobachtet haben, sein Allgemeinzustand sich daraufhin (unmittelbar oder zeitversetzt) verschlechtert und er dann beginnt regelmäßig zu erbrechen, dann sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Ihr Hund kann neben dem Gras einen Fremdkörper oder Gift aufgenommen haben.

Kann ich meinem Hund das Grasfressen abtrainieren? 

Wenn Sie nach Alternativen zum Grasfressen für Hunde suchen, dann sollten Sie Ihren Hund beobachten, um einschätzen zu können, wieso bzw. wann Ihr Hund Gras frisst. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Hund massiv Gras frisst, sobald er gestresst, gelangweilt oder frustriert ist, dann findet das Grasfressen bei Ihrem Hund verhaltensbedingt statt. Sie können nun also versuchen zu vermeiden, dass Ihr Hund in Situationen gerät, die ihn so belasten oder Sie beginnen, bei Bedarf mit Hilfe von einem Hundetrainer, mit Ihrem Hund zu trainieren, um ihm alternative Verhaltensweisen zu zeigen. So kann er beispielsweise lernen, erst den Kontakt zu Ihnen zu suchen, bevor er vor lauter Stress oder Frust beginnt, massenhaft Gras zu fressen.

Naturavetal®-Tipp: Verhalten und Fütterung

Die Fütterung hat einen enormen Einfluss auf die physische, wie auch die psychische Gesundheit Ihres Hundes. Natürlich spielen auch die Art der Erziehung und das Lebensumfeld eine große Rolle und es führen auch andere Dinge zu Verhaltensproblemen beim Hund, das reicht von der Genetik, über Umweltfaktoren, bis hin zu Nebenwirkungen von Medikamenten. All diese Faktoren können durch die Fütterung negativ wie positiv beeinflusst werden. Als Hundehalter können wir nicht alles potenziell Schädliche von unseren Hunden fernhalten – wir können aber jeden Tag Einfluss auf ihre Fütterung nehmen, indem wir auf unnötige Chemie verzichten und gleichzeitig natürlich und gesund füttern. Das kann das Hundeverhalten im Gesamten positiv beeinflussen. Wenn Sie mehr über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten beim Hund erfahren möchten, dann schauen Sie sich gern unseren Ratgeber zu dem Thema an.

Dem Grasfressen beim Hund auf der Spur - Beobachten Sie Ihren Hund genau!

Hier finden Sie eine Liste mit Fragen, als kleine Hilfestellung, für Ihre Besprechung mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker.

Die Antworten auf diese Fragen können Ihrem Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker dabei helfen, genauer einzuschätzen, ob es sich beim Grasfressen Ihres Hundes um ein normales Verhalten handelt, oder ob eventuell doch mehr dahintersteckt.

Sie ersetzen nicht den Gang zum Tierarzt, vor allem, wenn Ihr Hund plötzlich sein Verhalten ändern sollte oder es ihm schlecht geht.

Hat Ihr Hund sein Verhalten geändert? 

  • Mein Hund frisst eigentlich wenig Gras und benimmt sich plötzlich draußen wie eine weidende Kuh.
  • Mein Hund frisst Gras, seit er einen Magen-Darm-Infekt hatte bzw. ein Medikament/eine Wurmkur bekommen hat.
  • Meine Hündin frisst Gras seit sie läufig ist.
  • Mein Rüde frisst Gras, seit Hündinnen in der Nachbarschaft läufig sind.


In welchen Situationen frisst Ihr Hund Gras?

  • Wenn ich auf der Hunderunde Bekannte zum Quatschen treffe, ein Telefonat führe oder anderweitig abgelenkt bin.
  • Nachdem ich ihn gemaßregelt habe.
  • Wenn er gestresst ist.


Wann frisst Ihr Hund Gras?

  • Bei jeder Gelegenheit.
  • Direkt nach dem Aufstehen.
  • Nach der Fütterung.
  • Nur zu einer bestimmten Jahreszeit.
  • Nur zu einer bestimmten Tageszeit.
  • Nur an warmen Tagen oder nachdem er besonders aktiv war.


Welches Gras frisst Ihr Hund?

  • Nur, wenn frisch gemäht wurde.
  • Nur die Triebspitzen vom Gras.
  • Er frisst ganze Grasbüschel.
  • Er frisst Gras und Erde.
  • Er frisst jede Sorte Gras.
  • Er frisst nur bestimmte Sorten von Gras.


Wie frisst Ihr Hund Gras?

  • Er kaut Gras wenige Male und spuckt es anschließend aus.
  • Er kaut Gras und schluckt es dann hinunter.
  • Er verschlingt Gras, ohne vorher richtig darauf gekaut zu haben.

Weitere Informationen und häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Grasfressen beim Hund

Ist es normal, dass Hunde Gras fressen?

Es ist normal, dass Hunde immer mal wieder etwas Gras fressen. Doch wenn Ihr Hund draußen nur noch ein Auge für Grasbüschel hat und sich wie eine weidende Kuh benimmt, dann sollten Sie aufmerksam werden, denn dieses Verhalten ist nicht normal. Auch wenn Ihr Hund eigentlich selten an Gräsern knabbert und dann plötzlich anfängt massiv Gras zu fressen – er sein Normalverhalten also ändert, sollten Sie genauer hinschauen.

Kann das Fressen von Gras beim Hund ein Anzeichen für eine Krankheit sein?

Wissenschaftlich ist noch nicht geklärt, wieso Hunde überhaupt Gras fressen. Klar ist nur, dass nicht jedes Fressen von Gras ein Anzeichen für eine körperliche Krankheit Ihres Hundes sein muss. Es gibt verschiedene Vermutungen, die das Grasfressen bei Hunden zu erklären versuchen, es ist jedoch sehr schwer dieses Verhalten genau zu erforschen. Jeder Hund ist einzigartig. Die genetische Grundlage, die körperlichen Voraussetzungen, der Charakter, das Alter, das Geschlecht und auch die Lebensumstände können von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein – all diese Faktoren müssen jedoch berücksichtigt werden, wenn man das Fressen von Gras bei Hunden genauer erklären möchte. Es lässt sich also nicht pauschal sagen, dass ein grasfressender Hund körperlich krank sein muss.

Sie kennen Ihren Hund am besten und können genau beurteilen, wenn sein Verhalten sich ändert. Wenn er normalerweise 2-3 x pro Woche etwas Gras knabbert und dann plötzlich zu einer weidenden Kuh wird, dann sollten Sie aufmerksam werden und einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker zurate ziehen, um zu klären, ob Ihr Hund eventuell krank sein könnte.

In unserem Ratgeber „Meinem Hund geht es schlecht – wann soll ich zum Tierarzt?“ erfahren Sie mehr zu dem Thema.

Kann das Fressen von Gras ein Zeichen für Stress oder Angst bei Hunden sein?

Wenn Ihr Hund unter Stress oder Angst leidet, dann kann dies, neben anderen Faktoren, für das Grasfressen bei Ihrem Hund verantwortlich sein. Viele Hunde bauen durch das Kauen Stress ab, zudem ist es auch eine gute Ablenkung, wenn der Hund sich mit dem Grasfressen beschäftigen kann. Langanhaltender Stress kann zudem negative Auswirkungen auf den gesamten Körper haben und wie bei uns Menschen auch „auf den Magen schlagen“ – das Grasfressen dient dann nicht mehr nur der Stresskompensation, es kann auch Hinweis auf eine Problematik im Verdauungstrakt sein, die durch Stress ausgelöst wurde.

Verhalten und Fütterung können einander massiv beeinflussen – in unserem Ratgeber-Artikel „Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten beim Hund“ erfahren Sie mehr dazu.

Kann das Fressen von Gras ein Zeichen von Langeweile bei Hunden sein?

Auch Langeweile kann verantwortlich sein für das Grasfressen beim Hund. Viele Hunde fressen nur dann Gras, wenn der Hundebesitzer abgelenkt ist, zum Beispiel, weil er sich unterhält oder telefoniert.

Hat das Fressen von Gras Auswirkungen auf die Verdauung von meinem Hund?

Ja, Grasfressen kann die Verdauung Ihres Hundes auf vielfältige Weise beeinflussen, denn Ihr Hund kann sich mit Parasiten anstecken oder auch am Gras verletzen. Mehr dazu erfahren Sie weiter oben, in diesem Ratgeber. Unser Ratgeber „Natürliche Fütterung bei Wurmbefall bei Hund & Katze“ gibt Ihnen zudem nützliche Tipps zum Thema Wurmbefall bei Hund und Katze.

Falls Sie Fragen haben sollten, können Sie sich gerne telefonisch bei uns melden. Wir stehen Ihnen mit umfassendem Rat zur Seite. Sie erreichen uns montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 0662 264 264 0 oder per Mail an: info@naturavetal.at.

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