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Diabetes beim Hund

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Russian Toy Terrier auf Baumstumpf: Naturavetal Ratgeber „Diabetes beim Hund“

Diabetes mellitus entsteht aufgrund einer Störung im Zuckerhaushalt bzw. im Kohlenhydratstoffwechsel im Körper des Hundes. Er kann dann den im Futter enthaltenen Zucker nicht richtig verwerten. In diesem Ratgeber erhalten Sie Hintergrundinformationen zum Thema Diabetes beim Hund und Tipps, worauf Sie bei der Fütterung achten sollten.

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Der Hund hat Diabetes – was geschieht in seinem Körper?

Zuerst schauen wir uns die groben Abläufe im Kohlenhydratstoffwechsel eines gesunden Hundes im Vergleich zu denen bei einem Diabetiker-Hund an.

Der normale Stoffwechsel eines Hundes

Während das Futter den Verdauungstrakt passiert, wird es in kleinste Teilchen gespaltet, um vom Körper aufgenommen werden zu können. Vielfachzucker werden hier zu Einfachzuckern zerlegt und gelangen so in die Zellen der Schleimhäute. Von hier aus kommen sie zur Leber und werden in Glucose umgewandelt. Die Leber kann Glucose ans Blut abgeben, dann steigt der Blutzuckerspiegel. Das wird von der Bauchspeicheldrüse registriert, sie produziert Insulin, welches dann ausgeschüttet wird. Über den Blutkreislauf gelangt die Glucose zu den Zellen verschiedener Gewebe und Organe, die diesen Zucker als Energiequelle nutzen.

Damit die Zellen wissen, dass sie Glucose aufnehmen sollen, braucht es Insulin. Je schneller und stärker es zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels kommt, desto mehr Insulin muss ausgeschüttet werden. Das Insulin wiederum aktiviert dann das Sättigungszentrum. Weil die Zellen die Glucose mithilfe von Insulin aus dem Blut aufnehmen, sinkt der Blutzuckerspiegel und normalisiert sich, wodurch auch die Insulinausschüttung runtergefahren wird. Fällt der Blutzuckerspiegel zu weit, wird dies von der Bauchspeicheldrüse registriert und das Hungerzentrum aktiviert.

Das passiert bei einem Hund mit Diabetes mellitus

Bei Diabetes liegt eine Störung im Kohlenhydratstoffwechsel des Hundes vor. Der Blutzuckerspiegel steigt nach dem Fressen an, da aber kein oder zu wenig Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird (Diabetes Typ 1 (die am häufigsten auftretende Diabetes-Form beim Hund)) bzw. die Zellen nicht effektiv darauf reagieren (Diabetes Typ 2 (scheint bei Hunden gar nicht aufzutreten und betrifft eher Katzen)), wird die Glucose von den Zellen nicht aufgenommen und verwertet. Die Folgen:

  • Der Blutzuckerspiegel steigt an und bleibt hoch, da die Zellen den Zucker aus dem Blut nicht verarbeiten können.
  • Zucker sammelt sich im Blut und Urin an: Der Zucker im Urin zieht Wasser, sodass es zu einem gesteigerten Harndrang und gleichzeitig erhöhtem Durst kommt, was zusätzlich eine Belastung für die Nieren bedeutet.
  • Da das Sättigungszentrum nicht aktiviert wird, hat der Hund stets Hunger.
  • Weil die Zellen nicht an die Energie aus der Nahrung kommen, erleiden sie einen Energiemangel – der Hund nimmt immer weiter ab.

Wie kommt es zu Diabetes beim Hund?

Die genauen Gründe für Diabetes beim Hund sind noch unklar, fest steht aber, dass eine Problematik vorliegt, die den Stoffwechsel, die Bauchspeicheldrüse und die Nieren betrifft und unbehandelt weitere Stoffwechsel- und Organschäden nach sich ziehen kann. Zu den möglichen Ursachen zählen allerdings eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, genetische Veranlagungen oder die Gabe bestimmter Medikamente, die den Kohlenhydratstoffwechsel beeinflussen können (z. B. Kortison). Auch ein Übermaß an zucker- bzw. stärkehaltigem Futter kann diese Stoffwechselentgleisung hervorrufen.

Wie beim Menschen gibt es verschiedene Diabetes-Typen beim Hund. Der insulinabhängige Diabetes (Typ-1-Diabetes) ist bei Hunden am häufigsten verbreitet. Hier produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin. Beim insulinunabhängigen Typ (Typ-2-Diabetes) kann genug Insulin produziert werden, die Zellen sprechen aber schlecht darauf an. Sie scheinen insulinresistent zu sein, denn eine eigentlich normale Menge an Insulin reicht nicht aus, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Bei Hunden kommt Typ-1-Diabetes am häufigsten vor, während Typ-2-Diabetes vermehrt Katzen betrifft und vermutlich in Zusammenhang mit Übergewicht steht.

Diabetes-Symptome: Wie erkenne ich, dass mein Hund Diabetes hat?

Zu Beginn zeigt sich Diabetes beim Hund durch vermehrtes Trinken und Harnlassen. Er scheint ständig hungrig zu sein, nimmt jedoch konstant ab, trotz der Tatsache, dass er eigentlich ausreichend frisst. Im weiteren Verlauf sieht man zunehmend, wie der Hund abbaut, denn seine Zellen erhalten nicht die Energie, die sie für ihre Arbeit brauchen. Das Fell des Hundes wird stumpf und trocken, Wunden verheilen immer schlechter, es kann zur Trübung der Augen und Erbrechen kommen – der Hund wird lethargisch und es fehlt ihm an Kraft.

Es ist zwingend notwendig, einen Tierarzt aufzusuchen, denn bei einem unbehandelten Diabetes kann es dazu kommen, dass auch andere Stoffwechselvorgänge, wie der Fett- und Eiweißstoffwechsel, nicht mehr normal arbeiten. Andere Organe können Schaden nehmen und dem Hund droht Lebensgefahr.

Diabetes beim Hund: Welchen Einfluss hat das Futter?

Diabetes mellitus beim Hund und die richtige Hundeernährung sind zwei Themen, die sich nicht voneinander trennen lassen. Das Futter hat einen direkten Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. Wie bereits beschrieben, sollte man bei der Fütterung aber nicht nur darauf achten, dass sie diabetesgerecht ist, denn sie sollte ebenso die Bauchspeicheldrüse schonen und die Nieren entlasten.

Denn die Bauchspeicheldrüse ist ja nicht nur für die Insulinproduktion und Ausschüttung zuständig, sondern produziert auch Enzyme, die für die Aufspaltung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten zuständig sind. Wird die Bauchspeicheldrüse überlastet, kann sie dieser Aufgabe nicht ausreichend nachkommen und es entstehen zusätzliche Probleme. Ein Zuviel dieser Grundnährstoffe oder auch „nur“ von einem dieser Nährstoffe, kann den Organismus dann sehr stark belasten.

Die Nieren wiederum sind auf Flüssigkeit und einen ausbalancierten Wasserhaushalt im Allgemeinen angewiesen. Herkömmliche Extrudatfutter können hier ein besonders großes Problem darstellen, da sie durch ihr Quellverhalten im Körper Flüssigkeit binden. Zusätzlich sollte auf einen angemessenen Proteingehalt geachtet werden (dieser sollte nicht zu hoch sein) und auch die Phosphormenge sollte geringgehalten werden.

Zucker beim Hund – auf das Futter kommt es an

Hat der Hund Diabetes, ist es wichtig, auf den Zuckergehalt des Futters zu achten. Enthält es beispielsweise einen hohen Anteil an Kohlenhydraten, ist es für den Hund mit Diabetes weniger geeignet. Da jedes Trockenfutter generell über mehr Kohlenhydrate verfügt als ein Nassfutter, sollte man auf die Fütterung von Trockenfutter generell verzichten, ganz unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung.

Das Futter sollte also möglichst wenige Kohlenhydrate enthalten und dabei einen besonders hohen Faseranteil besitzen. Dieser kann dazu beitragen, dass Kohlenhydrate langsamer verdaut und aufgenommen werden, was dazu führen kann, dass der Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigt. Vollkornprodukte sind also generell besser geeignet als Kartoffeln, Nudeln oder weißer Reis, da der Rohfasergehalt hier deutlich höher ist.

Um den geringeren Kohlenhydratgehalt auszugleichen, braucht es zwangsläufig mehr Proteine und Fett, damit der Hund für seine Energieversorgung nicht auf seine eigenen Reserven, also Fettdepots und Muskulatur, zurückgreifen muss. Bezieht man hier aber Bauchspeicheldrüse und Nieren ein, wird klar, dass man den Protein- und Fettgehalt nicht unbegrenzt erhöhen sollte, da die beiden Organe darunter leiden könnten.

Diabetes beim Hund: Wie Sie mit artgerechtem Futter unterstützen können

Hier kommt die Qualität verarbeiteter Zutaten ins Spiel. Es gibt Futter mit wertvollen Zutaten, die hochwertige Proteine, Fette und Kohlenhydrate liefern, das aus hochwertigem Fleisch, erlesenen Fettquellen und glutenfreien, aufgeschlossenen und trotzdem faserreichen Kohlenhydratquellen besteht (wenn Getreide enthalten sein sollte, dann am besten das volle Korn).

Auf der anderen Seite ist aber auch Futter mit minderwertigen Zutaten wie pflanzlichen bzw. tierischen Nebenerzeugnissen erhältlich, zum Beispiel aus abgetragenen Schalen, Wurzeln, Rübenfasern oder anderen Resten der Lebensmittelindustrie für den Menschen bzw. Krallen, Hufe, Federn und dergleichen vom Schlachttier. Ohne hohen Kostenaufwand sorgen diese Zutaten für gut klingende analytische Bestandteile im Futter, aber keinen Mehrwert an Nährstoffen.

Das Futter für den Hund mit Diabetes sollte unbedingt aus hochwertigen und rein natürlichen Inhaltsstoffen bestehen und gänzlich auf synthetische Zusätze verzichten, um eine Irritation des Stoffwechsels nicht weiter zu fördern. Ein herkömmliches Futter mit synthetischen Inhaltsstoffen wie Konservierungs- und Aromastoffen kann den Stoffwechsel belasten, anstatt ihn zu unterstützen. Jegliche Art von Synthetik kann das Gewebe übersäuern und damit Irritationen der Bauchspeicheldrüse und des Stoffwechsels im Allgemeinen auslösen.

Oft empfohlene Diätfutter bieten häufig keine gute Lösung für Hunde mit Diabetes. Sie bestehen meist nur aus Getreide und Getreideresten oder enthalten Kartoffeln, die schon aufgrund der enthaltenen Stärke ein Tabu sein sollten, da sie nicht diabetesgerecht sind und die Bauchspeicheldrüse bei dauerhafter Fütterung sehr belasten können.

Neben dem hohen Anteil an Kohlenhydraten, die noch dazu oftmals nicht hochwertig aufgeschlossen wurden, und den synthetischen Zusatzstoffen enthalten viele der oft empfohlenen Diätetikfutter aber auch Weizenkleber bzw. Gluten und Melasse, Rübenschnitzel und andere Nebenerzeugnisse aus der Zuckerproduktion, die bei Diabetes besonders problematisch sind. Viele der gängigen Futtermittel sind Extrudatfutter, welche durch ihr Quellverhalten eine Mehrbelastung für den Magen und durch die oft aufgesprühte Fettschicht eine zusätzliche Belastung für die Bauchspeicheldrüse bedeuten, da diese auch für die Fettverdauung zuständig ist.

Naturavetal®-Info

Fütterung eines Hundes mit Diabetes

Dieser Ratgeber liefert Ihnen Basisinformationen rund um das Thema Fütterung eines Hundes mit Diabetes und stellt keinesfalls eine Fütterungsanleitung dar. Da für Diabetes verschiedene Ursachen infrage kommen, die Krankheit von Hund zu Hund unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann und auch der Behandlungsstatus eine entscheidende Rolle spielt – also, ob der Hund beispielsweise schon Insulin gespritzt bekommt oder nicht – ist es zwingend notwendig, jede Form der Futterumstellung mit dem behandelnden Tierarzt zu besprechen und sich für eine individuelle Fütterungsberatung bei unserem Expertenteam zu melden.

Hund hat Diabetes: Welche Besonderheiten gilt es bei der Fütterung zu beachten?

Wenn der Hund Diabetes hat, sollte man es bei der Fütterung nicht zu bunt werden lassen, da jede neue bzw. unbekannte Zutat einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben kann. Eine möglichst einfache Fütterung kann dazu beitragen, dass dieser konstant bleibt. Daher entscheidet man sich im besten Fall für zwei bis drei verschiedene Mahlzeit-Zusammenstellungen und wechselt diese auch nicht täglich, sondern zum Beispiel wochenweise.

Fleisch aus unseren Canis Plus® Reinfleisch-Dosen und -Rollen mit Gemüse und zuckerarmen Obstsorten oder unsere getreidefreie, luftgetrocknete Flockenmischung Canis Extra Top-Fit-Mix mit einer Calciumquelle wie Canis Extra Bio-Eierschalenpulver wären zwei schonende und dabei artgerechte Formen der Fütterung. Auch unsere Canis Plus® Komplett-Menüs sind eine praktische und dabei schnelle Variante, den Hund mit Diabetes zu füttern.

Die Sorten Canis Plus® Lamm, Truthahn, Rind, BüffelPferd, Seelachs oder Kaninchen sowie unsere kompletten Canis Plus® Welpen-Menüs sind gänzlich getreidefrei. Wie aber beschrieben, sollten nicht alle Sorten querbeet gefüttert werden, sondern man sollte sich auf die Sorten beschränken, die der Hund gut verträgt, und diese gegebenenfalls über regelmäßige Kontrollen des Blutzuckerspiegels zusätzlich prüfen.

Füttern Sie am besten mehrere kleine Mahlzeiten am Tag – immer zu denselben Tageszeiten. Auch wenn ein Ausflug ansteht, sollten die Fütterungszeiten und die Portionsgrößen immer gleichbleiben.

Naturreine Ernährung für Hunde mit Diabetes

Hunde mit Diabetes sind oft ständig hungrig und magern kontinuierlich ab. Zusätzlich gefütterte Kräutermischungen wie unser Canis Extra Aktiv oder Canis Extra Tausendgrün Bio-Kräuter für BARF verbessern den Stoffwechsel. Sie versorgen das Tier mit ausreichend Mineralien, während Ergänzungen wie Canis Extra Spirulina hochverdauliches Eiweiß mit nahezu allen essenziellen Aminosäuren und vielen weiteren wertvollen Nährstoffen liefern. Dadurch ist Spirulina eine wertvolle Ergänzung bei erhöhtem Energie- und Nährstoffbedarf.

Als besonders geeignete Fettquelle kann Canis Extra Bio-Kokosöl ins Futter von Hunden mit Diabetes gemischt werden, da zur Verstoffwechselung der hier im hohen Anteil enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren keine Verdauungssäfte aus Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse benötigt werden. Das macht Canis Extra Bio-Kokosöl zu einer besonders gut geeigneten Energiequelle.

Als Leckerli für unterwegs kommen, je nach Schweregrad des Diabetes, unsere Trockenfutter-Sorten Canis Plus® Lachs (auch in kleinerer Pelletform in 1-kg-Tüten erhältlich) oder Canis Plus® Kaninchen infrage. Da jedoch kein Trockenfutter ohne Stärke herzustellen ist, sollten auch diese beiden Sorten keinesfalls das Hauptfutter darstellen und nur sparsam als Leckerchen genutzt werden. Besser wäre es zum Beispiel, wenn man unsere Fleisch-Rollen in Würfel schneidet und diese für die Hunderunde als Snack nutzt oder mit Salatgurken-Stückchen arbeitet.

Um Belastungen im Stoffwechselgeschehen wieder ausgleichen zu können, braucht der Hund mit Diabetes mehr hochwertige und vor allem natürliche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, wie sie im Canis Plus® enthalten sind. Canis Plus® hat eine sehr hohe Bioverfügbarkeit, da ausschließlich natürliche Komponenten verwendet werden. So haben Sie mit der Futterlinie von Canis Plus® eine gute Basisversorgung und Unterstützung für den Stoffwechsel Ihres Hundes.

Naturavetal®-Tipp: Futterumstellung bei Diabetes

Wenn Sie eine Futterumstellung vornehmen möchten, sollte diese immer mit dem Tierarzt hinsichtlich des Insulingebrauchs besprochen werden.

Falls Sie Fragen haben sollten, können Sie sich gerne telefonisch bei uns melden. Wir stehen Ihnen mit umfassendem Rat zur Seite. Sie erreichen uns montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 0662 - 264 264 0 oder per Mail an: info@naturavetal.at.

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